Diagnose: Colitis ulcerosa…

Im Krankenhaus wurde durch die entsprechenden Untersuchungen dann relativ schnell die Diagnose gestellt: Colitis ulcerosa.

Wir wussten natürlich nicht wirklich, was wir damit anfangen sollten. Ich war in der Zwischenzeit auch in Griechenland, da ich noch am gleichen Tag einen Flug von Deutschland nach Griechenland organisierte, als mir von der Einlieferung ins Krankenhaus berichtet wurde. Wenn auch spät, so trug die nun offizielle Diagnose Colitis ulcerosa dazu bei, dass wir endlich ein Gefühl dafür bekamen, dass die Antriebslosigkeit meiner Freundin eben nichts mit Bequemlichkeit etc zu tun hatte.

Bluttests ergaben, dass durch den Blutverlust (über den ständigen blutigen Durchfall) die Hämatokritwerte auf einem sehr niedrigen Level waren. Nur etwas weniger und eine Bluttransfusion wäre die Folge gewesen, so die Aussage des Arztes damals.

Wie sehr die Colitis ulcerosa letztlich die nächsten Jahre beeinflussen und teilweise bestimmen sollte, davon hatten wir damals natürlich keine Ahnung. Ich glaube ich war der Meinung, dass es nach einer Medikamenten Therapie vermutlich bald wieder zu Ende sein würde. Die Wahrheit hatte natürlich nichts mit meinen Annahmen zu tun.

Die Standard Colitis ulcerosa Therapie des verliebten Arztes…

Zunächst einmal musste sie Medikamente einnehmen, also die typische Behandlung bei Colitis ulcerosa. Wie man hörte, war der behandelnde Gastroenterologe war auf seinem Gebiet ein sehr kompetenter Mensch und eigentlich, so sagte man, zu gut für die griechische Kleinstadt in der er arbeitete. Wohl auch deshalb dauerte es auch nicht lange, bis er ca. 1 Jahr später eine Stelle in einem Krankenhaus in der griechischen Hauptstadt Athen annahm. Vorher aber trug er selber noch zum Unwohlsein meiner Freundin bei, als er ihr eines Tages am Krankenbett mitteilte, dass er sich in sie verliebt hätte…

Zu den Ursachen konnte man uns nicht viel sagen: das Thema sei noch nicht ausreichend erforscht, Veranlagung, Ernährung,… ein Potpourri an möglichen Gründen also.

Medikamente wie Asacol und in den immer wieder aufflammenden Krisenzeiten auch das Kortison Präparat Prezolon wurden nun die ständigen Begleiter meiner besseren Hälfte. Apropos Krisenzeiten: diese kamen leider in regelmäßigen Abständen. Wir konnten feststellen, dass die Krisenzeiten, also das verstärkte Aufflammen der Colitis Symptome, in mehr oder weniger schöner Regelmäßigkeit stattfand. Stress schien eine sehr große Rolle zu spielen, wie auch gewisse Lebensmittel. Weißes Fleisch schien in Ordnung für sie zu sein, rotes hingegen eher nicht, ebenso wenig Alkohol. Auch auf viele andere Lebensmittel musste sie verzichten, um die Symptome nicht wieder aufflammen zu lassen oder zu intensivieren.

Weiter geht es mit zwischenmenschlichen Krisen durch die Colitis ulcerosa, sowie mit der „Speziellen Kohlenhydrate Diät“.

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